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Trinkwasserhärte
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HARTES UND WEICHES WASSER |
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Mit der Härte eines Wassers wird sein Gehalt an Erdalkalien beschrieben. Das sind in erster Linie gelöstes Calcium und Magnesium. Je mehr von diesen "Härtebildnern" im Wasser enthalten sind, umso stärker tritt das altbekannte Phänomen der Kesselsteinbildung auf, und umso schlechter schäumt die Seife beim Händewaschen. Diese Eigenschaften haben bereits vor langer Zeit den Begriff der Wasserhärte hervorgebracht bzw. das Begriffspaar "Hartes" und "Weiches" Wasser. Ursache für die Wasserhärte ist die Herkunft des Wassers. So ist Grundwasser, das aus kalkhaltigen Gesteinsformationen stammt und deshalb relativ viel Calcium und Magnesium aus dem Gestein herauslösen konnte, in der Regel sehr hart. Regenwasser ist dagegen sehr weich, weil das Wasser beim Verdunsten und somit bei der Bildung von Regenwolken seinen Lösungsinhalt nicht mitnehmen kann. Es gibt aber auch weiches Grundwasser, zum Beispiel aus Granitformationen oder aus kalkfreien Sanden. In der Wasserchemie unterscheidet man den Begriff der Härte noch etwas genauer. Dort kennt man drei Arten von Härte: Gesamthärte, Karbonathärte und Nichtkarbonathärte. |
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GESAMTHÄRTE | |||||||||||
Als Gesamthärte bezeichnet man die Summe aller Elemente aus der Gruppe der "Erdalkalien", die im Wasser gelöst sind. Die mit großem Abstand wichtigsten Vertreter sind das Calcium und das Magnesium. Deshalb werden in der Praxis nur diese berücksichtigt: Gesamthärte = Calciumhärte + Magnesiumhärte |
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KARBONATHÄRTE | |||||||||||
Härtebildner im Wasser (Calcium und Magnesium) können verschiedener Herkunft sein. Als Karbonathärte wird derjenige Anteil an Calcium und Magnesium bezeichnet, der dem Gehalt an gelöster Kohlensäure entspricht. Vereinfacht ausgedrückt bilden gelöster Kalk (Calciumcarbonat) und gelöste Kohlensäure eine identische Lösungskomponente, das so genannte Hydrogencarbonat. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass sich ein Wasserstoffatom aus der Kohlensäure mit dem an sich schlecht in Wasser löslichen Carbonat verbindet und auf diese Weise dem Kalk "hilft", sich aufzulösen. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Magnesiumcarbonat. |
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NICHTKARBONATHÄRTE | |||||||||||
Calcium im Wasser stammt nicht nur aus der Lösung von Kalkstein. Auch die Lösung anderer Mineralstoffe wie beispielsweise Gips (Calciumsulfat), der in Gesteinsformationen enthalten sein kann, trägt zur Erhöhung der Calciumkonzentration im Wasser bei. Deshalb wird derjenige Anteil an Härtebildnern, der nicht der gelösten Kohlensäure zuzuordnen ist, als Nichtkarbonathärte bezeichnet. |
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HÄRTEGRADE UND HÄRTEBEREICHE | |||||||||||
Für bestimmte Anwendungen in der Wasserwirtschaft, in der Industrie und im Haushalt ist es von großer Bedeutung zu wissen, wie hart bzw. weich das verfügbare Wasser ist. Deshalb haben Wasserchemiker aus den Konzentrationen der verschiedenen Härtebildner, die in Millimol pro Liter (mmol/l) gemessen werden, eine Einteilung in so genannte Härtegrade entwickelt. In Deutschland wird die Wasserhärte auch noch in °dH (Grad deutscher Härte) angegeben. Am 1. Februar 2007 wurde vom Bundestag die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) beschlossen. Darin wurden die Härtebereiche an europäische Standards angepasst und die Angabe "Grad deutscher Härte" (°dH) wird durch die Angabe "Millimol Calciumcarbonat je Liter" ersetzt.
Je härter das Wasser ist, desto mehr Waschmittel ist zum Beispiel erforderlich, um eine bestimmte Reinigungsleistung zu erreichen. Das deutsche Waschmittelgesetz gibt den Verbrauchern deshalb durch eine einfache Unterteilung der Wasserhärte in verschiedene Bereiche bzw. Stufen eine Hilfe an die Hand, um die Überdosierung von Waschmitteln zu vermeiden. Sie müssen hierzu lediglich den Härtebereich Ihres Leitungswassers und die Angaben auf den Waschmittelpackungen miteinander vergleichen. |
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