Pressemitteilung

- 09.10.2017
Harzwasserwerke Besuch B90 Grüne
Dr. Christoph Donner stand Christian Meyer MdL und den Landtagskandidaten Sabine Lipecki und Ekkehard Domning Rede und Antwort (v.l.n.r.).© hww

Wie stark sind die Wasserversorger in Niedersachsen von der Nitratbelastung im Grundwasser betroffen? Und wie kann der Harz als Wasserspeicher helfen, vor Hochwasser zu schützen? Über diese Fragen haben sich am Freitag, den 06.10.2017, Mitglieder der Partei Bündnis 90/Grünen beim den Harzwasserwerken informiert.

Landtagsabgeordneter Christian Meyer erklärte während des Besuchs, die Ressource sauberes Wasser werde in Zukunft immer wichtiger werden. „Wir brauchen einen Generalplan fürs Wasser in Niedersachsen“, sagte der Politiker, der seit 2013 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist. „Die Harzwasserwerke sehen wir als wichtigen Partner dabei.“ Sicherlich müsse die Landwirtschaft in einigen Bereichen helfen, die Nitratbelastung im Boden durch weniger Düngen zu senken. „Wir wollen aber nicht immer und überall verschärfte Düngeauflagen durchsetzen, sondern zielgerichtete und präzise Auflagen“, betonte Meyer.

Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke, erklärte die grundlegenden Probleme, die eine Aufbereitung des nitratbelasteten Wassers mit sich brächten: höhere Preise fürs Wasser und Verlust von Wasser für den Spülprozess während der Aufbereitung. „Wir sind als Harzwasserwerke zum Glück nicht massiv von diesem Problem direkt betroffen, weil wir das meiste Wasser aus unseren Talsperren im Harz und nicht dem Grundwasser beziehen“, erklärte Dr. Donner. „Aber viele Landwirte bewerten die Situation auch ähnlich wie wir und setzen sich für eine niedrigere Belastung durch Nitrat im Grundwasser ein.“

Das Thema Schutz vor Hochwasser war gerade für die Landtagskandidaten in Stadt und Landkreis Sarstedt/ Bad Salzdetfurth, Ekkehard Domning und Nina Lipecki, von großer Bedeutung. „Wir sind als Harzwasserwerke nur für den Hochwasserschutz im Bereich Harz zuständig“, sagte Dr. Donner. „Aber dadurch, dass wir während der Hochwassersituation in Hildesheim in diesem Jahr fast kein Wasser aus dem Innerstetalsperre abgegeben haben und gleichzeitig große Mengen an Wasser aufgefangen haben, unterstützen wir die lokalen Kräfte hier vor Ort.“ Obwohl die Harzwasserwerke privatisiert seien, würde das Unternehmen noch für das ganze Land Niedersachsen „denken, fühlen und handeln“.

Ein Wunsch der Harzwasserwerke sei es, einen „Wasserspeicher Harz“ zu entwickeln und auszubauen. Dieser „Wasserspeicher Harz“ sollte in Zukunft die durch den Klimawandel befeuerten lange Dürreperioden im Sommer und die unkontrollierten Starkregenfälle ausgleichen. „Auch zu wenig Wasser kann wahnsinnige Probleme verursachen für Landwirtschaft, Industrie und Abwasserwirtschaft“, erläuterte Dr. Donner. „Darum investieren wir als Harzwasserwerke hier massiv in die Forschung zusammen mit unseren Kooperationspartnern und entwickeln Ideen, wie der Harz systemisch so genutzt werden kann, dass auch die Menschen, Tiere und Pflanzen vor Ort im Harz und in ganz Niedersachsen profitieren.“    

Die Harzwasserwerke GmbH ist mit einem Volumen von 95 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr der größte Wasserversorger Niedersachsen. Er beliefert Stadtwerke und Wasserverbände, aber auch Industriegroßkunden. Insgesamt arbeiten rund 230 Mitarbeiter für die Harzwasserwerke. Neben weichem Trinkwasser produziert das Unternehmen auch Strom aus Wasserkraft, betreibt Hochwasserschutz und unterhält das Oberharzer Wasserregal, das UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Marie Kleine Pressesprecherin 05121 404-117 kleine@harzwasserwerke.de
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