Pressemitteilung

- 22.03.2018
Ein kleines blaues Pferd mit Botschaft überreicht Dr. Christoph Donner von den Harzwasserwerken Umweltminister Olaf Lies (rechts). © Harzwasserwerke

Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen Wasser zum Leben. Aber auch für die Ansiedlung von Industrie und Neubaugebieten, den Umweltschutz und die Landwirtschaft ist eine verlässliche Versorgung mit Wasser überlebenswichtig. Doch die Wasserversorger in Niedersachsen stehen vor großen Herausforderungen. Um auf diese Herausforderungen aufmerksam zu machen, haben zum heutigen Tag des Wassers die Harzwasserwerke Umweltminister Olaf Lies (SPD) ein kleines, blaues Porzellanpferd überreicht.

„Das blaue Pferdchen steht für die große Bedeutung, die Wasser für das Land Niedersachsen hat“, erklärte der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Dr. Christoph Donner, bei der Übergabe. In Niedersachsen seien nicht nur die mehr als sieben Millionen Einwohner von Trinkwasser abhängig. „Wasser ist Lebensgrundlage und Kraftquelle für eine dynamische und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“, sagte Dr. Donner. Die sichere Versorgung, die mehr als hundert Wasserversorger in Niedersachsen dabei garantieren, sei langfristig in Gefahr.

„Wir haben als Branche langfristig ein Mengen- und ein Qualitätsproblem im Rohwasser“, sagte Dr. Donner. „Durch den Klimawandel können wir uns nicht mehr auf stets gut gefüllte Talsperren im Harz verlassen und gleichzeitig haben wir immer weniger Wasser aus den Grundwasserkörpern. Denn die sind mit Gülle und damit Nitrat und eventuell Medikamentenrückständen belastet.“ Laut eigenen Forschungen gingen bei einer darum notwendigen Aufarbeitung dieses Wassers bis zu dreißig Prozent des Trinkwassers verloren. Eine enge Kooperation mit der Landwirtschaft sei darum notwendig. „Der Weltwassertag erinnert an die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage und mahnt, verantwortungsvoll mit dieser Ressource umzugehen“, sagte Umweltminister Lies. Selbst in einem wasserreichen Land wie Niedersachsen sei der Schutz des Wassers notwendig. „Es ist unsere Aufgabe, den Eintrag von Schad-und Nährstoffen zu minimieren“, sicherte Minister Lies zu. „Neben der Wasserversorgung und dem Hochwasserschutz werden wir als Land ein besonderes Augenmerk auf die ökologische Entwicklung der Gewässer haben. Es ist gut, Partner vor Ort zu haben, die an guten Lösungen mitarbeiten.“

Eine Lösung für die Herausforderung der Zukunft, die die Harzwasserwerke anstreben: Die Branche muss ihre Bedarfe besser planen und miteinander abstimmen. Denn so könne für ganz Niedersachsen erkannt werden, wo in Zukunft Wasser in welcher Menge und Güte gebraucht wird, erklärte Dr. Donner. Und damit auch, wo was in Zukunft investiert werden muss. Ein Impuls, den das Umweltministerium bereits aufgegriffen hat, und ein Wasserversorgungskonzept für Niedersachsen plant. „Ziel ist es, auf Basis der zukünftigen Bedarfe die erforderliche Infrastruktur den Anforderungen entsprechend auszubauen“, sagte Umweltminister Lies. „Wir werden gemeinsam mit den Wasserversorgern, Spitzenverbänden, Behörden, der Wissenschaft und weiteren Interessenvertretern ein Versorgungskonzept erarbeiten, um die Wasserversorgung als Baustein der Daseinsvorsorge langfristig zu sichern.“

„Unsere Anlagen und unsere Rohrsysteme sind so gebaut worden, dass sie mindestens 100 Jahre alt werden können. Die Kosten für eine Erneuerung der Infrastruktur sind enorm“, sagte Dr. Donner. „Und zum Teil nähert sich unsere Infrastruktur ihrem Lebensende.“ Die Zeit, sich an die neuen Bedingungen des Klimawandels Schritt für Schritt anzupassen, sei für die Wasserbranche darum jetzt. Doch dazu müssen die Trinkwasserversorger wissen, wo in Zukunft Wasser gebraucht wird. „Wir sind sehr froh, dass das Umweltministerium uns dabei unterstützt, die großen Zukunftsprojekte anzugehen“, dankte Dr. Donner dem Minister. „Wir werden weiter mit dem Ministerium prüfen, welche Rolle der Harz als Wasserspeicher mit seinen Talsperren für Niedersachsen bei der Daseinsvorsorge, dem Hochwasserschutz und dem Naturschutz spielen kann.“ Dabei müsse auch geprüft werden, wie die strukturschwache Region für diese Systemleistung unterstützt werden könne.

Die Harzwasserwerke sind größter Wasserversorger Niedersachsens und beliefern als Vorversorger andere Wasserversorger, Stadtwerke und Unternehmen. Mit rund 95 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die pro Jahr verkauft werden, gehören die Harzwasserwerke zu den zehn größten Wasserversorgern Deutschlands. Das Wasser gewinnen die Harzwasserwerke aus Talsperren im Harz und aus Grundwasserwerken entlang ihres Leitungsnetzes. Neben dem Verkauf von Trinkwasser nehmen die Harzwasserwerke auch andere Aufgaben wahr: Mit dem Management von sechs Talsperren und den Teichen der Oberharzer Wasserwirtschaft sind sie im Harz für Hochwasserschutz zuständig. Durch die Niedrigwasserauffüllung sorgen die Harzwasserwerke dafür, dass in Zeiten ohne Regen Flüsse nicht trockenfallen. Außerdem setzen sich die Harzwasserwerke für den Naturschutz ein und erzeugen mit ihren Wasserkraftwerken regenerative Energien. Auch die Pflege und Unterhaltung der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft, die mit der Altstadt von Goslar und dem Bergwerk Rammelsberg UNESCO- Weltkulturerbe ist, übernehmen die Harzwasserwerke.

Marie Kleine Pressesprecherin 05121 404-117 kleine@harzwasserwerke.de
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