Grüner Strom aus dem blauen Element

Die Kraft des Wassers wird im Harz schon seit langer Zeit genutzt. Der Bergbau in der Region konnte nur durch zahlreiche Wasserräder gelingen. Seit dem Bau der Talsperren 1934 setzen wir Wasserkraft zur Stromerzeugung ein. Und auch heute leisten wir mit unseren Kraftwerken einen umweltschonenden Beitrag zur Energiewende.

Glühbirne mit Wasser

Natürliche Kraft des Wassers

Bereits seit 1934 nutzen wir die natürliche Kraft des Wassers, um regenerative Energie zu erzeugen. Das natürliche Gefälle von den Talsperren im Harz bis zu den Kunden in der Norddeutschen Tiefebene ermöglicht die ressourcenschonende Stromerzeugung in unseren Wasserkraftwerken. So werden jedes Jahr insgesamt rund 30 Millionen Kilowattstunden (kWh) von den Harzwasserwerken in die öffentlichen Netze gespeist, womit ca. 7.200 Haushalte versorgt werden können. In einem konventionellen Kraftwerk bräuchte man hierfür ca. 15.000 Tonnen Braunkohle, was 700 vollbeladenen LKW entspricht.

11 Kraftwerke für emissionsfreie Energie

Grüner Strom wird immer gefragter. Neben Sonne und Wind spielt Wasser dabei eine Hauptrolle. Denn mit Wasserkraft erzeugen wir saubere Energie – ohne Verbrennung oder radioaktive Stoffe. Dank des natürlichen Wasserkreislaufs können wir in elf Kraftwerken kontinuierlich und umweltfreundlich Strom produzieren.

Wir nutzen in unserem Verbundsystem zwei Arten von Wasserkraftwerken:

  • In unseren sechs Laufwasserkraftwerken wird das abfließende Wasser der Talsperren und der Durchfluss des Leitungsnetzes zur Stromerzeugung genutzt.
  • Bei höherem Strombedarf wird in unseren fünf Speicherkraftwerken aus abfließendem Talsperrenwasser Energie produziert.

Wasserkraftwerke

Wasserkraftwerk Ecker

Wasserwerk (Laufwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1943/1997
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 45/39 Meter
Durchfluss 0,4/0,55 m³/Sekunde
Nennleistung 150/250 kW
Jahresarbeit 850.000/900.000 kWh/Jahr

Hochwasser (Speicherwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1943/1997
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 54/48 Meter
Durchfluss 0,4/0,7 m³/Sekunde
Nennleistung 120/250 kW
Jahresarbeit 350.000/500.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Grane

Unterlauf (Laufwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1972
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 57 Meter
Durchfluss 0,4 m³/Sekunde
Nennleistung 197 kW
Jahresarbeit 420.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Oder

Talsperre
Jahr der Inbetriebnahme 1934/2012
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 61 Meter
Durchfluss 8,6 m³/Sekunde
Nennleistung 4.700 kW
Jahresarbeit 6.600.000 kWh/Jahr

Unterlauf
Jahr der Inbetriebnahme 1987
Turbinentyp 1 Kaplan-Turbine
Gefälle 7 Meter
Durchfluss 1,6 m³/Sekunde
Nennleistung 165 kW
Jahresarbeit 600.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Oker

Speicherwasser
Jahr der Inbetriebnahme 1956
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 80 Meter
Durchfluss 6,5 m³/Sekunde
Nennleistung 4.140 kW
Jahresarbeit 12.500.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Söse

Wasserwerk (Laufwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1934
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 46 Meter
Durchfluss 0,7 m³/Sekunde
Nennleistung 240 kW
Jahresarbeit 1.250.000 kWh/Jahr

Hochwasser (Speicherwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1934
Turbinentyp 1 Francis-Turbine
Gefälle 52 Meter
Durchfluss 3,3 m³/Sekunde
Nennleistung 1.280 kW
Jahresarbeit 1.550.000 kWh/Jahr

Unterlauf (Laufwasser)
Jahr der Inbetriebnahme 1989
Turbinentyp 1 Kaplan-Turbine
Gefälle 6 Meter
Durchfluss 0,5 m³/Sekunde
Nennleistung 30 kW
Jahresarbeit 100.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Barrien

Laufwasser
Jahr der Inbetriebnahme 2008
Turbinentyp 1 Rückwärtslaufende Pumpe
Gefälle 20 Meter
Durchfluss 10 l/Sekunde
Nennleistung 22 kW
Jahresarbeit 50.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Lewerberg

Laufwasser Grane-Ost
Jahr der Inbetriebnahme 1980
Turbinentyp 1 Francis
Gefälle 73 Meter
Durchfluss 0,8 m³/Sekunde
Nennleistung 450 kW
Jahresarbeit 2.300.000 kWh/Jahr

Laufwasser Ecker
Jahr der Inbetriebnahme 1980
Turbinentyp 1 Francis
Gefälle 80 Meter
Durchfluss 0,38 m³/Sekunde
Nennleistung 250 kW
Jahresarbeit 1.600.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Lindenberg

Laufwasser Grane-Ost
Jahr der Inbetriebnahme 2006
Turbinentyp 1 Kreiselpumpe
Gefälle 70 Meter
Durchfluss 0,07 - 0,14 m³/Sekunde
Nennleistung 90 kW
Jahresarbeit 500.000 kWh/Jahr

Laufwasser Ecker
Jahr der Inbetriebnahme 2006
Turbinentyp 1 Francis
Gefälle 43 Meter
Durchfluss 0,125 - 0,35 m³/Sekunde
Nennleistung 132 kW
Jahresarbeit 800.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Pattensen

Laufwasser Grane-West
Jahr der Inbetriebnahme 1994
Turbinentyp 1 Kreiselpumpe
Gefälle 90 Meter
Durchfluss 0,32 m³/Sekunde
Nennleistung 250 kW
Jahresarbeit 100.000 kWh/Jahr

Laufwasser Söse-Nord
Jahr der Inbetriebnahme 1994
Turbinentyp 2 Kreiselpumpen
Gefälle 40 Meter
Durchfluss 0,15 - 0,25 m³/Sekunde
Nennleistung 2 x 55 kW
Jahresarbeit 400.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Petze

Laufwasser Grane-West
Jahr der Inbetriebnahme 1991
Turbinentyp 1 Francis
Gefälle 60 Meter
Durchfluss 0,30 - 0,85 m³/Sekunde
Nennleistung 360 kW
Jahresarbeit 2.300.000 kWh/Jahr

Laufwasser Söse-Nord
Jahr der Inbetriebnahme 1992
Turbinentyp 1 Kreiselpumpe
Gefälle 25 Meter
Durchfluss 0,15 m³/Sekunde
Nennleistung 55 kW
Jahresarbeit 200.000 kWh/Jahr

Wasserwerk Wolfstein

Laufwasser Ecker
Jahr der Inbetriebnahme 2003
Turbinentyp 2 Rohrturbinen
Gefälle 50 Meter
Durchfluss 0,15 - 0,28 m³/Sekunde
Nennleistung 2 x 52 kW
Jahresarbeit 650.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Friedrichshöhe (Beteiligung)

Laufwasser Grane-Ost/Ecker
Jahr der Inbetriebnahme 2004
Turbinentyp 1 Kreiselpumpe
Gefälle 70 Meter
Durchfluss 0,3 m³/Sekunde
Nennleistung 200 kW
Jahresarbeit 1.150.000 kWh/Jahr

Wasserkraftwerk Weende (Beteiligung)

Laufwasser Söse-Süd
Jahr der Inbetriebnahme 2001
Turbinentyp 1 Kreiselpumpe
Gefälle 60 Meter
Durchfluss 0,225 m³/Sekunde
Nennleistung 200 kW
Jahresarbeit 800.000 kWh/Jahr

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Strommasten Energiewende

Energiewende vorantreiben

Durchschnittlich 35 Millionen Kilowattstunden an sauberer, emissionsfreier Energie speisen wir jedes Jahr ins öffentliche Stromnetz ein. Damit unterstreichen wir unser Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Wir nehmen unsere Verantwortung als Versorger wahr und sehen in der Wasserkraft einen wichtigen Baustein der Energiewende. Denn der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen zählt für uns unabdingbar zu einem zukunftssichernden, vorausschauenden Handeln.

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