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Wassergewinnung
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WASSERREICHTUM IN NORDDEUTSCHLAND - DIE GRUNDWASSERGEWINNUNG
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Während der letzten Eiszeiten wurden in Norddeutschland Sande und Kiese unterschiedlicher Korngrößen abgelagert. Diese bilden die Grundwasserleiter, in denen das Wasser unterirdisch fließen kann. Den Grundwasserleitern entnimmt die Harzwasserwerke GmbH den Rohstoff, der in den Wasserwerken zu Trinkwasser aufbereitet wird. Bevor mit der Grundwassergewinnung begonnen werden kann, muss die zuständige Wasserbehörde nach Anhörung von Fachleuten und allen von der geplanten Wasserentnahme Betroffenen eine Genehmigung zur Wasserentnahme, eine so genannte wasserrechtliche Bewilligung, erteilen. In der Bewilligung wird festgelegt, welche Wassermenge dem Grundwasserleiter entnommen werden kann. In der Bewilligung ist auch festgehalten, welche Messungen zur Überprüfung der Auswirkungen der Grundwasserentnahme durchgeführt werden müssen. Für die Grundwassergewinnung werden Förderbrunnen gebaut, die einen Teil des abströmenden Grundwassers entnehmen, bevor es in Bächen und Flüssen austritt. Um geeignete Standorte für die Brunnen zu finden, werden zuvor umfangreiche Probebohrungen und Messungen durchgeführt. Die Brunnen sind im Bereich der wasserführenden Schichten mit geschlitzten Filterrohren versehen, durch die das Wasser in die Brunnenrohre eintritt. Unterwasserpumpen befördern das Grundwasser in Leitungen zum Wasserwerk. Wird Wasser aus dem Grundwasserleiter gepumpt, bildet sich um den Brunnen herum ein Absenkungstrichter aus: Der Grundwasserspiegel sinkt in Brunnennähe stärker, weiter entfernt geringfügig ab, bis sich ein Gleichgewicht zwischen Entnahme und Grundwasserzustrom aus dem Einzugsgebiet des Brunnens einstellt. Die Veränderungen des Grundwasserspiegels werden an eigens dafür geschaffenen Beobachtungsbrunnen gemessen. Auch die Abflüsse in Bächen werden durch spezielle Messungen dokumentiert. |
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