Pressemitteilung

- 09.03.2018

Von Göttingen bis nach Bremen: 520 Kilometer Wasserleitungen sorgen in Niedersachsen dafür, dass das kostbare Nass der Harzwasserwerke aus dem Harz und aus Grundwasserwerken sicher und beständig an Versorgungsunternehmen vor Ort fließt. Zwei Millionen Menschen, Industriestandorte und landwirtschaftliche Betriebe können so auf sicheres Trinkwasser vertrauen. Aber das Leitungsnetz der Harzwasserwerke ist zum Teil in den 1930er Jahren gebaut und in Betrieb genommen worden. In welchem Zustand sind die Leitungen wirklich und wo muss gehandelt werden? Um das herauszufinden, haben die Harzwasserwerke eine High-Tech-Initiative gestartet.

Es ist mit einer Operation am offenen Herzen vergleichbar, was die Harzwasserwerke in den kommenden Jahrzehnten anstreben. Denn das Unternehmen mit Hauptsitz in Hildesheim will sein gesamtes Wasserleitungssystem im laufenden Betrieb unter die Lupe nehmen. Bis zu einem Meter sind die Rohre dick, durch die das Wasser aus dem Harz fast ohne Druckerhöhung bis nach Bremen rauscht. Manche sind noch aus der Gründungszeit des Unternehmens und damit aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. „Wir wollen im laufenden Betrieb, keimfrei und ohne Druckverlust unsere Leitungen untersuchen können“, sagt Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke GmbH. „Je nach der Bodenbeschaffenheit und Material, mit dem die Rohre außen und innen verkleidet sind, kann der Materialzustand unseres Leitungsnetzes sehr unterschiedlich sein“, erklärt Dr. Donner.

Doch noch gibt es keine Standardlösung für solche Untersuchungen. Darum werden am kommenden Montag, den 12. März 2018, für einen Tag rund 25 nationale und internationale Experten aus der Wasserwirtschaft und Technologieunternehmen in Hildesheim zusammenkommen. Unter anderem werden Firmen aus den Niederlanden, Norwegen und Kanada Innovationen zu diesem Thema aus ihren Ländern vorstellen. „Wir können die Herausforderungen nicht alleine stemmen, aber gemeinsam können wir innovative und wirtschaftliche Lösungen entwickeln“, sagt Dr. Donner.

Es wird an Sensorsystemen geforscht, die Bildaufnahmen, Materialanalysen und genaue Standortdaten aufzeichnen, während sie in der Trinkwasserleitung mitfließen. Ein System erinnert an eine Kreuzung zwischen U-Boot und Satellit und heißt „Pipe diver“ (siehe Bild © Pure Technologies und für weitere Informationen www.youtube.com/watch. „Bei allen Lösungen ist die große Herausforderung, dass das Trinkwasser zu keiner Zeit in seiner Qualität durch die Untersuchung gefährdet sein darf“, erläutert Dr. Donner. Denn nach der Trinkwasserverordnung, die europaweit gilt, dürfen viele Stoffe, die in normalen Drohnen und Robotern verbaut sind, nicht mit dem Trinkwasser in Berührung kommen. „Die High- Tech- Initiative ist für die Harzwasserwerke nicht nur spannend, sondern auch wichtig“, sagt Dr. Donner. „Wir garantieren den Menschen in Niedersachsen mit unseren Wasserwerken, dass ihre Versorgung mit Trinkwasser sicher ist. Und dazu gehört ein stabiles Leitungsnetz.“

Neben den Harzwasserwerken wird die High- Tech- Initiative von der niederländischen Firma isle und dem IWW Zentrum für Wasser getragen.


Über die Harzwasserwerke GmbH:
Die Harzwasserwerke sind größter Wasserversorger Niedersachsens und beliefern als Vorversorger andere Wasserversorger, Stadtwerke und Unternehmen. Mit rund 95 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die pro Jahr verkauft werden, gehören die Harzwasserwerke zu den zehn größten Wasserversorgern Deutschlands. Das Wasser gewinnen die Harzwasserwerke aus Talsperren im Harz und aus Grundwasserwerken entlang ihres Leitungsnetzes. Neben dem Verkauf von Trinkwasser nehmen die Harzwasserwerke hoheitliche Aufgaben wahr: Mit dem Management von sechs Talsperren und den Teichen der Oberharzer Wasserwirtschaft sind sie im Harz für Hochwasserschutz zuständig. Durch die Niedrigwasserauffüllung sorgen die Harzwasserwerke dafür, dass in Zeiten ohne Regen Flüsse nicht trockenfallen. Außerdem setzen sich die Harzwasserwerke für den Naturschutz ein und erzeugen mit ihren Wasserkraftwerken regenerative Energien. Auch die Pflege und Unterhaltung des UNESCO- Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft übernehmen die Harzwasserwerke. Mehr über die Harzwasserwerke erfahren Sie unter www.harzwasserwerke.de.

Marie Kleine Pressesprecherin 05121 404-117 kleine@harzwasserwerke.de
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