Pressemitteilung

- 16.07.2019
Dr. Christoph Donner (Technischer Geschäftsführer Harzwasserwerke) im Gespräch mit Umweltminister Olaf Lies (r.)

Im Rahmen seiner Sommerreise hat der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies heute die Innerstetalsperre bei Langelsheim besucht. Im Mittelpunkt stand dabei der Austausch mit Vertretern der örtlichen Politik, Industrie und den Harzwasserwerken über die Herausforderungen der Wasserwirtschaft in Zeiten des Klimawandels. Um zu ermitteln, wo in Zukunft wie viel Wasser für Verbraucher, Landwirtschaft und Industrie gebraucht wird, arbeitet das Umweltministerium an einem Wasserversorgungskonzept für Niedersachsen. Auch die Harzwasserwerke beteiligen sich mit ihren Wasserwerken und Talsperren am Wasserversorgungskonzept.

„Die Innerstetalsperre ist ein gutes Beispiel dafür, wie viele unterschiedliche Aufgaben eine Talsperre übernimmt: Sie dient der Trinkwasserversorgung, bietet Hochwasserschutz, gibt Niedrigwasser für Flüsse ab und versorgt so unter anderem die örtliche Industrie mit wichtigem Kühlwasser“, sagt Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. „Diese Aufgaben stehen immer mehr in Konkurrenz zueinander. Denn damit die Talsperre Hochwasserspitzen abfangen kann, sollte sie möglichst gering gefüllt sein. Für die Trinkwasserversorgung und Niedrigwasseraufhöhung ist eine vollgefüllte Talsperre aber am besten.“ Je größer die Talsperre sei, desto besser könne sie allen Ansprüchen gerecht werden und die Auswirkungen des Klimawandels abmildern. Talsperren seien damit ein wichtiger Baustein der Anpassungsstrategie von Niedersachsen und Bremen für die Zukunft.

Wie komplex eine Talsperre mit ihren verschiedenen Aufgabenbereichen sein kann, verdeutlichte das trockene Jahr 2018: Die angesiedelten Industriebetriebe wie Chemetall und Albemarle am Flussunterlauf benötigten für ihre Produktion Kühlwasser aus der Innerste, gleichzeitig sank der Füllstand der Talsperre auf unter 30%. Dadurch wurde das Wasser in der Talsperre immer wärmer, sodass es kaum noch zur Kühlung genutzt werden konnte. „Die Wassertemperatur ist in einer Talsperre in Schichten aufgeteilt und wird nach oben immer wärmer“, erklärt Talsperrenmeister Klaus Hans. In den oberen Schichten kann das Talsperrenwasser deutlich wärmer als 20 Grad sein „Langfristig ist es wichtig, dass wir uns auf solche Dürre-Perioden noch besser vorbereiten. Durch den Austausch mit der Wirtschaft hoffen wir, mit unseren Talsperren auch in Zukunft Arbeitsplätze zu sichern“, so Dr. Donner.

Erbaut wurde die Innerstetalsperre in den Jahren 1963 bis 1966. Der Staudamm besitzt eine Länge von 750 Metern und ist somit der längste Staudamm im Harz. Besonders charakteristisch für die Innerstetalsperre ist ein 33 Meter Hochwasserentlastungsturm, der im Falle eines Vollstaus überschüssiges Wasser in Trichterform abführt. Neben den wasserwirtschaftlichen Aufgaben der Innerstetalsperre dient der Stausee auch dem Wassersport und als Naherholungsgebiet.

Über die Harzwasserwerke GmbH:

Die Harzwasserwerke sind größter Wasserversorger Niedersachsens und beliefern als Vorversorger andere Wasserversorger, Stadtwerke und Unternehmen. Mit rund 95 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die pro Jahr verkauft werden, gehören die Harzwasserwerke zu den zehn größten Wasserversorgern Deutschlands. Das Wasser gewinnen die Harzwasserwerke aus Talsperren im Harz und aus Grundwasserwerken entlang ihres Leitungsnetzes. Neben dem Verkauf von Trinkwasser nehmen die Harzwasserwerke auch andere Aufgaben wahr: Mit dem Management von sechs Talsperren und den Teichen der Oberharzer Wasserwirtschaft sind sie im Harz für Hochwasserschutz zuständig. Durch die Niedrigwasserauffüllung sorgen die Harzwasserwerke dafür, dass in Zeiten ohne Regen Flüsse nicht trockenfallen. Außerdem setzen sich die Harzwasserwerke für den Naturschutz ein und erzeugen mit ihren Wasserkraftwerken grünen Strom. Auch die Pflege und Unterhaltung der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft, die mit der Altstadt von Goslar und dem Bergwerk Rammelsberg UNESCO- Weltkulturerbe ist, übernehmen die Harzwasserwerke. Mehr über die Harzwasserwerke erfahren Sie unter www.harzwasserwerke.de.

Marie KleinePressesprecherin05121 404-117kleine@harzwasserwerke.de
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