Pressemitteilung

- 02.07.2015

Im Oberharz fallen im Juni normalerweise durchschnittlich mehr als 110 Liter Regen pro Quadratmeter – dieses Jahr brachte der Monat jedoch 30 Prozent weniger Niederschlag. Somit sind die Talsperren unterdurchschnittlich gefüllt, was aber keine Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung hat.

Im Durchschnitt ist im Oberharz im Monat Juni mit mehr als 110 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zu rechnen. Der Juni 2015 brachte 30% weniger Niederschlag und reiht sich so an den trockenen Monat Mai an. Auf Grund der trockenen Monate Mai und Juni sind die Harztalsperren in diesem Jahr geringer gefüllt, als es normalerweise zum Sommeranfang der Fall ist. Aktuell beträgt der Füllstand der sechs großen Talsperren im Mittel 64 Prozent. Ähnliche Verhältnisse kamen in den vergangenen Jahren öfters vor und sind für den Harz daher nichts Ungewöhnliches. In den drei Trinkwassertalsperren an Grane, Ecker und Söse sind momentan 62 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert. Das System bietet daher auch bei anhaltender Trockenheit gute Voraussetzungen für eine sichere Trinkwasserversorgung aus dem Harz.

Talsperren mit vielen Aufgaben
Die Talsperren sind Multifunktionsspeicher und dienen neben der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz auch der Niedrigwasseraufhöhung. So sorgen sie nun in der trockenen Phase dafür, dass die Gewässer im Harzvorland ausreichend mit Wasser versorgt werden und nicht austrocknen. Die Wasserstände in den Bächen und Flüssen werden auf einem guten Niveau gehalten, was natürlicher Weise in dieser meteorologischen Situation nicht der Fall wäre. Hiervon profitiert aber nicht nur die Tierwelt in den Gewässern. Durch die Regulierung der Talsperren ist die Wassernutzung im Unterlauf, wie zum Beispiel der Betrieb von Wasserkraftanlagen oder Entnahmen von Kühlwasser für Kraftwerke und Arbeitsprozesse weiterhin möglich.

Das für die Niedrigwasseraufhöhung benötigte Wasser wurde bei den beiden Hochwassern im Dezember 2014 und Januar 2015 in den Talsperren aufgefangen und gespeichert."Es zeigt sich, wie gut die verschiedenen Aufgaben der Talsperren bei einer komplexen Wassermengenbewirtschaftung bewältigt werden. Hochwasser in nassen Zeiten können aufgehalten und dann in Trockenzeiten sinnvoll eingesetzt werden", so Frank Eggelsmann, Mitarbeiter der Abteilung Wasserwirtschaft bei den Harzwasserwerken.

Bade- und Freizeitnutzung in der Region
Bei den anhaltenden sommerlichen Temperaturen erfreuen sich die drei Talsperren an Innerste, Oker und Oder mit ihren blauen Wasserflächen, eingebettet in die grüne Naturlandschaft des Harzes, einer großen Beliebtheit – nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch als Badegewässer für die Harz-Touristen und ortsansässige Bevölkerung. Gleiches gilt auch für die als Badeteiche ausgewiesenen Anlagen des Oberharzer Wasserregals, die für eine willkommene Abkühlung in der heißen Zeit sorgen.

So haben die Harzwasserwerke erst kürzlich den in unmittelbarer Nähe zum Besucherbergwerk Rammelsberg liegenden Herzberger Teich umfassend renaturiert und der Region als attraktive Bade- und Freizeitfläche zur Verfügung gestellt.

Henry BodnarVertrieb und ÖffentlichkeitsarbeitTel. 05121 404-123bodnar@harzwasserwerke.de
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