Pressemitteilung

- 06.06.2016

Die Harzwasserwerke beginnen mit der Sanierung des defekten Grundablasses des Oderteiches. Wegen Schäden an historischen Holzrohren musste das Wasser aus der 300 Jahre alten Talsperre im Oktober 2015 aus Sicherheitsgründen abgelassen werden.

Nachdem die Harzwasserwerke ein Reparaturkonzept aufgestellt haben, starten in dieser Woche die Sanierungsarbeiten am Oderteich bei Braunlage. Zunächst werden provisorische Rohrleitungen im Stauraum verlegt, um mittels großer Pumpen das dem Oderteich weiterhin zufließende Wasser am Damm vorbeileiten zu können. Hierbei müssen relativ große Wassermengen aus dem Stauraum knapp 20 Meter hoch gepumpt werden, um sie hinter dem Damm wieder in das Bachbett einzuleiten. So wird sichergestellt, dass bei der eigentlichen Sanierung kein Wasser mehr durch den Grundablass im Staudamm fließt.

Anschließend werden in die beiden Holzrohre, aus denen der Grundablass besteht, jeweils ein Kunststoffrohr eingeführt. Die zwischen alten Holz- und neuen Kunststoffrohren entstandenen Hohlräume werden dann mittels eines Tonmehl-Zementgemisches ausgefüllt. Dies geschieht ebenfalls mit Hohlräumen, die sich über Jahrhunderte hinweg im Damm gebildet haben. Gleichzeitig wird das historische Verschlussorgan des Grundablasses, der sogenannte Striegel, wieder eingebaut, um die Wasserabgabe aus dem Oderteich zuverlässig regulieren zu können.

Die aufwendigen Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden und der Talsperrenaufsicht erfolgen, werden von zwei speziellen Rohrsanierungs-und Bergbauunternehmen aus dem Harz und Göttingen durchgeführt. Während der Arbeiten ist die Bundesstraße 242 auf Höhe des Oderteichs nur einspurig befahrbar. Die Kosten für die Sanierung des Oderteichs, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, werden im sechsstelligen Bereich liegen.

Voraussichtlich Mitte Juli 2016 werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein, sodass der Oderteich wieder angestaut werden kann. Wie schnell die Talsperre ihren regulären Wasserstand erreicht, hängt von der Witterung ab. Sollte der Sommer trocken bleiben, kann dies bis zum Jahresende dauern.

Robert SchellhaseVertrieb und ÖffentlichkeitsarbeitTel. 05121 404-117schellhase@harzwasserwerke.de
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