Pressemitteilung

- 22.07.2016

Bis einschließlich Juni 2016 lag das Niederschlagsaufkommen des Wasserwirtschaftsjahres 2016 (1. November 2015 bis 31. Oktober 2016) bei mittleren Verhältnissen. Im Oberharz fallen im Juli normalerweise durchschnittlich mehr als 135 Liter Regen pro Quadratmeter – dieses Jahr brachte der Monat bisher nur 40 Liter Regen pro Quadratmeter, also 70 Prozent weniger Niederschlag. Insgesamt sind dadurch die Talsperren geringer gefüllt als es normalerweise in dieser Jahreszeit der Fall ist, was aber keine Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung hat.

Aktuell beträgt der Füllstand der sechs großen Talsperren im Mittel 58 Prozent. Ähnliche Verhältnisse kamen in den vergangenen Jahren öfters vor und sind für den Harz daher nichts Ungewöhnliches. In den drei Trinkwassertalsperren an Grane, Ecker und Söse sind momentan 56 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert. Das System bietet daher auch bei anhaltender Trockenheit gute Voraussetzungen für eine sichere Trinkwasserversorgung aus dem Harz.

Die Talsperren sind Multifunktionsspeicher und dienen neben der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz auch der Niedrigwasseraufhöhung. So sorgen sie nun in der trockenen Phase dafür, dass die Gewässer im Harzvorland ausreichend mit Wasser versorgt werden und nicht austrocknen. Die Wasserstände in den Bächen und Flüssen werden auf einem guten Niveau gehalten, was natürlicher Weise in dieser meteorologischen Situation nicht der Fall wäre. Hiervon profitiert aber nicht nur die Tierwelt in den Gewässern. Durch die Regulierung der Talsperren ist die Wassernutzung im Unterlauf, wie zum Beispiel der Betrieb von Wasserkraftanlagen oder Entnahmen von Kühlwasser für Kraftwerke und Arbeitsprozesse weiterhin möglich.

Das für die Niedrigwasseraufhöhung benötigte Wasser wurde bei den beiden Hochwassern im November 2015 und Februar 2016 in den Talsperren aufgefangen und gespeichert. "Es zeigt sich, wie gut die verschiedenen Aufgaben der Talsperren bei einer komplexen Wassermengenbewirtschaftung bewältigt werden. Hochwasser in nassen Zeiten können aufgehalten und dann in Trockenzeiten sinnvoll eingesetzt werden", so Frank Eggelsmann, Mitarbeiter der Abteilung Wasserwirtschaft bei den Harzwasserwerken.

Bei den anhaltenden sommerlichen Temperaturen erfreuen sich die drei Talsperren an Innerste, Oker und Oder mit ihren blauen Wasserflächen, eingebettet in die grüne Naturlandschaft des Harzes, einer großen Beliebtheit – nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch als Badegewässer für die Harz-Touristen und ortsansässige Bevölkerung. Gleiches gilt auch für die als Badeteiche ausgewiesenen Anlagen des Oberharzer Wasserregals, die für eine willkommene Abkühlung in der heißen Zeit sorgen.

Henry BodnarVertrieb und Öffentlichkeitsarbeit05121 404-123bodnar@harzwasserwerke.de
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