Pressemitteilung

- 13.08.2020

Talsperren zu 50 Prozent gefüllt

Die Talsperren der Harzwasserwerke im Westharz sind aktuell zu rund 50 Prozent gefüllt. Dieser Wert liegt zwar rund 17 Prozentpunkte unter dem langjährigen Mittel. Trotzdem ist die Versorgungssicherheit für die kommenden Wochen und Monate nicht in Gefahr. „Die Situation an den Talsperren ist vergleichbar mit dem Jahr 2018“, sagt Pressesprecherin Marie Kleine. „Damals konnten wir durchgängig durch die von uns ergriffenen Maßnahmen in vollem, vertraglich zugesicherten Umfang Trinkwasser liefern.“

Die Experten der Harzwasserwerke beobachten die Situation aber sehr genau. Aktuell stehe die Ampel auf Orange: Seit Mitte März sei zu wenig Niederschlag gefallen. Gleichzeitig sei der Wasserbedarf aufgrund der hohen Temperaturen hoch. „Ein weiterer Faktor ist bei den aktuell hohen Temperaturen auch die Verdunstung auf den Talsperren“, erklärt Kleine. Aber auch die Grundwasserstände an den Wasserwerke in der Fläche von Niedersachsen würden ständig überprüft.

„Sollten wir feststellen, dass sich die Situation langfristig nicht entspannt, werden wir frühzeitig ähnlich wie 2018 und 2019 Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssicherheit auch weiterhin zu garantieren“, sagt Kleine. In beiden Jahren sei es möglich gewesen, durch ein Bündel von Maßnahmen und umsichtiges Handeln sich auch auf das Szenario eines Doppeltrockenjahres einzustellen. Klimastudien sagten allerdings voraus, dass eine langfristige Anpassung der Anlagen der Harzwasserwerke an den Klimawandel wichtig werde. „Was wir konkret mit welchen Schritten erreichen können, wird gerade im Forschungsprojekt Energie- und Wasserspeicher Harz geprüft“, erklärt Kleine. Das Projekt sei im vergangenen Jahr durch die TU Clausthal und TU Braunschweig mit weiteren Projektpartnern gestartet worden.

Über die Harzwasserwerke GmbH:

Die Harzwasserwerke sind größter Wasserversorger Niedersachsens und beliefern als Vorversorger andere Wasserversorger, Stadtwerke und Unternehmen. Mit rund 95 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die pro Jahr verkauft werden, gehören die Harzwasserwerke zu den zehn größten Wasserversorgern Deutschlands. Das Wasser gewinnen die Harzwasserwerke aus Talsperren im Harz und aus Grundwasserwerken entlang ihres Leitungsnetzes. Neben dem Verkauf von Trinkwasser nehmen die Harzwasserwerke auch andere Aufgaben wahr: Mit dem Management von sechs Talsperren und den Teichen der Oberharzer Wasserwirtschaft sind sie im Harz für Hochwasserschutz zuständig. Durch die Niedrigwasserauffüllung sorgen die Harzwasserwerke dafür, dass in Zeiten ohne Regen Flüsse nicht trockenfallen. Außerdem setzen sich die Harzwasserwerke für den Naturschutz ein und erzeugen mit ihren Wasserkraftwerken regenerative Energien. Auch die Pflege und Unterhaltung der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft, die mit der Altstadt von Goslar und dem Bergwerk Rammelsberg UNESCO- Weltkulturerbe ist, übernehmen die Harzwasserwerke.

Marie KleinePressesprecherin05121 404-117kleine@harzwasserwerke.de
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