Energiebericht 2018 – Maßnahmen

Damit wir unsere Energieeffizienz stets weiter verbessern können, werden jedes Jahr viele Maßnahmen an unterschiedlichen Standorten durchgeführt – von aufwendigen Großprojekten bis hin zu kleineren, aber wirksamen Verbesserungen. Doch auch unsere Mitarbeiter sind gefragt, wenn es heißt, die Energieeinsparungen gemeinsam weiter voranzutreiben. So besteht im Rahmen eines Vorschlagswesens die Möglichkeit, Ideen einzureichen, in welchen Bereichen wir noch effizienter werden können.
 

Modernisierung der Wasserkraftwerke – Projekt "Repowering"

Mit der Energiewende wird der grüne Strom aus dem blauen Element zunehmend gefragter. Denn neben Sonne und Wind spielt Wasser dabei nämlich eine Hauptrolle. Um das Potenzial der Anlagen optimal auszuschöpfen und so einen noch größeren Beitrag zur Energiewende leisten zu können, wurde von den Harzwasserwerken das Projekt „Repowering“ im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Mehr als die Hälfte aller Wasserkraftwerke wurden bis Ende 2017 fit für die Zukunft gemacht. Als Ziel hat man sich dabei eine Leistungssteigerung von insgesamt 10 Prozent gesetzt, wodurch allein rund 11.000 Tonnen CO² (Kohlendioxid) eingespart werden, die ansonsten in herkömmlichen Kraftwerken anfallen würden.

Für die projektverantwortlichen Ingenieure der Harzwasserwerke bedeutet die Modernisierung der sechs Wasserkraftwerke eine große Herausforderung. Nach dem Pilotprojekt im Wasserkraftwerk Wolfstein folgten allein im Jahr 2016 teilweise gleichzeitig die Arbeiten an drei Anlagen. Den Abschluss bildeten dann die Wasserkraftwerke Sösetalsperre und Pattensen im Jahr 2017. Doch der Aufwand und die vielen Arbeitsstunden zahlen sich aus. Das Kraftwerk im Hochbehälter Lewerberg nördlich von Goslar wird beispielsweise fast vollständig umgebaut und modernisiert, weist dafür aber anschließend eine Leistungssteigerung von 30 Prozent auf.

Besonders deutlich wird sich das Ergebnis des Projekts „Repowering“ ebenfalls an der Sösetalsperre zeigen. Bislang konnte der Energiebedarf des Wasserwerks nicht vollständig mit dem angegliederten Kraftwerk gedeckt werden, sodass zusätzlicher Strom eingekauft werden musste. Bald wird die Anlage jedoch völlig unabhängig sein und das Kraftwerk sogar mehr Strom produzieren, als der Standort selber benötigt. Dieser Überschuss wird dann zur öffentlichen Stromversorgung beitragen.

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Mit der Energiewende wird der grüne Strom aus dem blauen Element zunehmend gefragter. Denn neben Sonne und Wind spielt Wasser dabei nämlich eine Hauptrolle.

Beispielmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz

  • Kraftwerksmodernisierung

    Wasserkraftwerk Pattensen

    Im Kraftwerk Pattensen wird der zur Verfügung stehende Vordruck, der aus der natürlichen Höhendifferenz zum Hochbehälter Petze stammt, in elektrische Energie umgewandelt. Das Wasser passiert im Kraftwerk Pattensen drei rückwärts laufende Turbinen. Diese Turbinen wurden zur Steigerung der Energieeffizienz mit Frequenzumrichtern ausgestattet. Mit diesen Frequenzumrichtern können die Turbinen unabhängig zur Netzfrequenz betrieben werden. Dadurch können die Turbinen bei jedem erforderlichen Durchsatz den zur Verfügung stehenden Druck optimal in Energie umwandeln. Die Leistungssteigerung kann pro Jahr bis zu 15% betragen.
     

  • Direktbetrieb Rohwasserpumpen

    Wasserwerk Grane

    Am Wasserwerk Grane wurde im Vergleich zum Kalenderjahr 2017 der Betrieb der Rohwasserpumpen auf einen Direktbetrieb, zur Versorgung des Wasserwerkes, umgestellt. Vor der Umstellung der Betriebsweise wurde der Tagesspeicher in der Nacht gefüllt, um preisreduzierten Nachtstrom zu nutzen. Der erforderliche Druck der Pumpen konnte somit um ca. 30% (0,3-0,4 bar) reduziert werden. Dadurch konnten ca. 24 % der elektrischen Arbeit zum Vergleichsbetrieb eingesparrt werden.

  • Optimierung Stromverbrauch

    Bereich Beleuchtung

    Der Anteil der elektrischen Energie im Bereich Beleuchtung macht 2 % des Gesamtstromverbrauchs bei den Harzwasserwerken aus. Dennoch können auch in diesem Bereich durch den Austausch in effizientere LED-Technologie Einsparungen erzielt werden. Durch kleinere Maßnahmen an den Standorten Grane, Söse, Ecker, Ristedt und Oker können ca. 60.000 kWh im Jahr eingespart werden.

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