Granetalsperre: Neue Wehranlage stärkt Hochwasserschutz
Die Granetalsperre ist die größte und wichtigste Talsperre der Harzwasserwerke. Im Ausgleichsbecken unterhalb der Talsperre, dem sogenannten Hüttenteich, ist nun eine neue Wehranlage in Betrieb gegangen.

Die neue Wehranlage.
„Der Hüttenteich dient als Zwischenspeicher für das Wasser aus dem Kraftwerksbetrieb. Von hier aus wird auch Wasser kontrolliert an die Grane abgegeben“, erklärt Hendrik Rösch, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke.
Aus Holz wurde Stahl
Bei der neuen Wehranlage handelt es sich um eine Sonderkonstruktion, bestehend aus vier Wehrsegmenten mit je zwei unabhängig voneinander bedienbaren Schütztafeln.
Diese ermöglichen eine deutlich flexiblere Regulierung des Wasserstands im Hüttenteich. Im Zuge des Umbaus der Wehranlage wurde zudem das bestehende Holzgeländer gegen ein Füllstabgeländer aus Stahl ausgetauscht.
Mit der Modernisierung wird zugleich der Hochwasserschutz der gesamten Anlage an der Granetalsperre weiterverbessert. Die Investitionskosten für den Umbau belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

Das Handrad für die Steuerung im Notbetrieb.
Zentrale Rolle in der Wasserversorgung
Die Granetalsperre wurde 1972 errichtet und verfügt über ein Fassungsvermögen von 46,4 Millionen Kubikmetern. Damit ist sie die größte Trinkwassertalsperre der Harzwasserwerke.
Über die Versorgungsleitungen Grane-Ost und Grane-West werden unter anderem die Großstädte Hildesheim und Braunschw
eig sowie das Harzvorland mit weichem Trinkwasser beliefert.
Die Versorgungssicherheit und der Hochwasserschutz werden zusätzlich durch die Vernetzung mit der Oker- und der Innerstetalsperre gestützt.
Innerhalb des Versorgungsgebiets der Harzwasserwerke nimmt die Granetalsperre damit eine zentrale Rolle für die Trinkwasserversorgung aus dem Harz ein.
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