Wasserampeln

Durch unsere Wasserampeln wissen Sie immer aktuell, wie es um die Ressource Wasser in Niedersachsen gerade bestellt ist. Hat es genug geregnet? Gibt es genug Grundwasser und Wasser in den Talsperren? Und was kann ich in der aktuellen Situation eigentlich tun? Auf diese Fragen bekommen Sie durch unsere neuen Wasserampeln ab sofort Antworten – eine für den Norden unseres Versorgungsgebietes und eine für den Süden.

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Wasserampeln: FAQ

Wie funktionieren die Wasserampeln?

Im Süden von Niedersachsen informiert die Wasserampel über den Füllstand der Trinkwassertalsperren. Zusätzlich zu den Füllständen, die Sie hier in Echtzeit verfolgen können, beachtet die Ampel aber auch, wie viel es in den vergangenen vier Wochen geregnet hat und wie die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die kommenden vier Wochen aussieht.

Im Norden informiert die Wasserampel über die Situation an den Grundwasserwerken der Harzwasserwerke. Zusätzlich dazu wird hier ebenfalls beachtet, wie viel es in den vergangenen 30 Tagen geregnet hat und wie die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden vier Wochen aussieht.

Wann wird welche Ampelfarbe angezeigt?

Jede der beiden Ampeln wird durch drei Parameter errechnet. Alle drei Parameter sind gleichwertig und gehen jeweils als Grün-, Gelb- oder Rotschaltung in die Berechnung ein.

Der erste Parameter ist ein Rückblick auf die vergangenen 30 Tage. Dabei wird geschaut, wie viel Niederschlag gefallen ist und wie viel Niederschlag eigentlich laut dem Mittelwert aus den Jahren 1991 bis 2020 hätte fallen sollen.

Der zweite Parameter ist der Füllstand der Trinkwassertalsperren und die Grundwasserstände. Die Grundwasserstände an den Messstellen der Wasserwerke der Harzwasserwerke werden mit den Mittelwerten aus der Datenreihe von 1991 bis 2020 verglichen und so beurteilt. Die Trinkwassertalsperren werden nach ihrem zusammengezählten, gesamten Füllstand bewertet.

Der dritte Parameter ist die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden vier Wochen. Er erlaubt den Wasserampeln nicht nur einen Blick in die Vergangenheit und auf heute zu werfen, sondern auch die Zukunft mit einzurechnen.

Warum zeigen die Ampeln nicht nur, wie viel Wasser gerade verfügbar ist?

Wie viel Wasser gerade da ist, ist als Parameter mit in den Ampeln enthalten. Wie die aktuelle Situation aber zu bewerten ist, ist maßgeblich von den vergangenen und zukünftigen Niederschlägen abhängig. Dadurch können sie die Ressourcen-Situation besser einschätzen.

Warum gibt es zwei Ampeln?

Das Versorgungsgebiet der Harzwasserwerke ist sehr groß und erstreckt sich vom Harz bis nach Bremen. Je weiter nördlich im Versorgungsgebiet, desto höher wird der Grundwasseranteil. Nahe bei Bremen ist nur noch ein kleiner Anteil Talsperrenwasser enthalten. Da die Ampel die Ressourcen abbilden soll, gibt es darum zwei Ampeln: Eine Grundwasser- und eine Talsperren-Ampel

Es hat geregnet, aber die Ampel steht nicht auf Grün - warum?

Dafür kann es zwei Gründe geben. Erstens werden die Niederschläge mit einem Mittelwert verglichen, der aus den Jahren 1991 bis 2020 errechnet wird. Es kann daher sein, dass es für den betreffenden Monat einfach weniger geregnet hat, als es sollte.

Zweitens könnte es sein, dass ein anderer Parameter die Ampel insgesamt auf Gelb springen lässt. Also zum Beispiel weil es zwar überdurchschnittlich viel geregnet hat, dafür aber die Niederschlagsprognosen eine trockene Zeit voraussagen und die Grundwasser- oder Talsperrenfüllstände niedrig sind.

Es hat lange nicht geregnet - wieso steht die Ampel nicht auf Rot?

Das kann daran liegen, dass Talsperren ausreichend gefüllt oder die Grundwasserstände auf dem sonst für diesen Monat üblichen Niveau sind und in nächster Zeit viel Niederschlag vorhergesagt wird.

Warum wir nur ein kleiner zeitlicher Abschnitt beachtet?

Unsere Wasserampeln schauen 30 Tage in die Vergangenheit und vier Wochen in die Zukunft. Andere Faktoren wie eine Einbettung in das gesamte Wasserwirtschafsjahr, Erfahrungswerte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine strategische Langzeitbewertung sind nicht enthalten. Das haben wir gemacht, damit unsere Ampeln deutlich zeigen, wie unsere Ressourcen jetzt gerade ausgestattet sind und was Sie zuhause jetzt tun können.

Bedeutet eine rote oder gelbe Ampel, dass meine Trinkwasserversorgung in Gefahr ist?

Nein, eine gelbe oder rote Ampel bedeutet nicht automatisch, dass Ihre Trinkwasserversorgung in Gefahr ist. Als Vorversorger können die Harzwasserwerke nur eine Aussage darüber treffen, wie die eigenen Ressourcen aktuell zu bewerten sind. Fast jeder lokale Wasserversorger verfügt aber neben einer Belieferung durch die Harzwasserwerke auch über andere Wasserquellen. Deshalb ist die Situation lokal unterschiedlich einzuschätzen. Sollte die Situation an den Talsperren und Grundwassermessstellen sich zuspitzen, werden die Harzwasserwerke außerdem Maßnahmen ergreifen, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Warum kann ich auf der Karte nicht direkt in meinen Wohnort klicken?

Als Vorversorger können die Harzwasserwerke nur eine Aussage darüber treffen, wie die eigenen Ressourcen aktuell zu bewerten sind. Obwohl wir an vielen Standorten in Niedersachsen vertreten sind, können wir nicht für jeden Ort eine gezielte Aussage machen. Denn dafür braucht es Sensoren vor Ort, die speziell an diesen Standorten die Situation analysieren. Zusammen mit Kooperationspartnern und dem Start-Up Okeanos haben die Harzwasserwerke für die Stadt Syke dazu ein Pilotprojekt gestartet. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können Gartenbesitzer auf giesscheck.de überprüfen, wie feucht der Boden ist und ob sie gerade ihren Garten wässern sollen oder nicht.

Was kann ich tun?

Winter:

Im Winter tragen wir aufgrund der kalten Temperaturen mehr Kleidung und verbrauchen mehr Wäsche. Ideal ist es, wenn Sie beim Waschen die Waschmaschine komplett befüllen und das benötigte Wasser für den Waschgang vollends ausnutzen. Das Gleiche gilt auch für die Geschirrspülmaschine.

Haben Sie das gewusst? Duschen ist wasserschonender als Baden! Im Durchschnitt werden fürs Duschen 44 Liter Wasser verbraucht. Beim Befüllen der Badewanne werden hingegen direkt 150 bis 170 Liter benötigt.

Und hier ein Tipp für besonders engagierte Wassersparer: Obst und Gemüse in einer Schüssel waschen! So fangen Sie das verbrauchte Wasser auf und können dieses zum Beispiel für die Zimmerblumen erneut verwenden.

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